Phoenix! - neues, altes AM

      Phoenix! - neues, altes AM

      So - da ist es wieder.
      Schließlich - nach diesem Erlebnis hier und einer langen Zeit im Keller wieder auferstanden.

      Die Ausfahrt neulich hat mich irgendwie wieder angefixt.
      So ein AM ist doch etwas edler, leichtfüßiger als ein TSR - gemacht für die Straße und das angenehme, bequeme Dahingleiten.

      Also ein paar Stunden geopfert und das Wichtigste gemacht:​
      - neue Schutzbleche (lagen schon parat)
      - Schaltauge gerichtet
      - Schaltwerk gereinigt und geprüft - außer der Abschürfung an der Befestigungsschraube keine Schäden
      - Bremse vorne geprüft - lasse ich so. Vielleicht sind die Schenkel auch nicht verbogen und es waren nur die Beläge. Selbst wenn - viel weiter geht es nicht und zurück biegen bringt vermutlich auch nichts
      - Rahmen und Felgen etwas geputzt
      - neuer Sattel: B17 Imperial - feines Teil

      Dann heute Abend kurze Probefahrt (nur ein paar Kilometer).
      Fährt.
      Wie ein Wiesel.

      Das Lenkerband hat noch eine Kampfspur. Muss ich neues wickeln. Geht aber erst mal auch so.

      PS: Eigentlich hatte ich auf Bicycle Repairman gehofft - aber der hat mich sitzen lassen... ;)
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      Parts falling off my bicycle are of the finest English craftsmanship.
      Moin!

      Der Abflug mag vom Effekt her kapital gewesen sein - das Rad hat ihn jedoch gut weggesteckt.
      Die Schäden waren lediglich optischer Natur bzw. betrafen "Weichteile" wie Lenkerband, Schutzbleche und halt das Schaltauge.

      Du hast natürlich recht: wenn ich gegen eine Ziegelwand gefahren wäre oder mich ein PKW angefahren und es den Rahmen erwischt hätte, wäre der Weg nach Heusenstamm sicherlich unvermeidlich gewesen.
      Nebenbei hatte ich das Rad auch seinerzeit selbst umgerüstet bzw. aufgebaut: Bremsen, Lenker, Laufräder, Schaltung sind von mir und eigentlich Standard-Teile. Und Heusenstamm ist von mir nicht mal gerade um die Ecke...

      Der einzige Sorgenpunkt war das Vorderrad - wegen des Fremdkörpers zwischen den Speichen.
      Aber das ist nicht mal verzogen, die Speichenspannung ist OK und alles läuft rund.

      Ich mache demnächst mal eine ausführlichere Testfahrt, bin aber guten Mutes, dass außer der üblichen Feinjustage des Schaltwerks alles OK ist.
      Der Rahmen ist halt bocksteif und dazu noch aus Stahl. Zwei Faktoren, die mir beim Fahren eigentlich viel wohler sind als wenn ich auf so einem Alu- oder Carbon-Hobel hocken würde.

      Gruß, Christian
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      Moin!

      Danke Peter für Deine Sorge. Die ist dann auch prompt übergesprungen und ich habe mir vor den ersten ernsthaften Fahrten noch mal die Bremse genauer angeschaut.
      Zunächst sind ja beide Bremsen gleich. Nur der Bolzen ist verschieden lang.
      Also habe ich mal beide demontiert, auf ein Brett geschraubt und verglichen.
      Ergebnis: Wenn überhaupt, ist nur der vordere, linke Bremsarm um maximal 1-2mm nach vorne verbogen.
      Dass die komplett verbogen ist, war wohl eine optische Täuschung, der Winkel der Bremsarme nicht exakt radial verläuft, sondern etwas nach vorne.

      Ich habe zusätzlich beide Bremsen teil-zerlegt und den Befestigungsbolzen getauscht, so dass jetzt die Vorderradbremse hinten und die Hinterradbremse vorne ist (der Rest ist ja gleich).
      Da die Bremse hinten geschoben und ohnehin weniger belastet wird, sollte der vermeintlich verbogene Bremsarm kein Problem mehr sein.

      Schließlich bin ich mit dem Rad schon 2 x in Kölle zur Arbeit gewesen - also insgesamt jetzt über 80 km damit gefahren.
      Bremst wie vorher - fährt wie vorher. Läuft super geradeaus - auch freihändig.

      Let the tours begin!

      Gruß, Christian
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      Update:
      Habe heute eine knapp 70 km Ausfahrt gemacht.
      Zwischendrin habe ich mir noch mal die Bremse vorne angeschaut und dabei ist mir etwas aufgefallen, das ich übersehen hatte:
      Nicht die Bremse ist verbogen, sondern die Gabelkrone, wo die Bremse montiert ist, steht leicht schief.
      Das hat nicht nur den Effekt, dass die Bremszangen etwas schräger nach vorne stehen, sondern auch dass der Alustempel für die Federung nicht mehr gerade in das Steuerrohr eintaucht.

      Ich werde also mal die Gabel vorne demontieren und das genauer begutachten.
      Entweder muss die Gabel gerichtet oder getauscht werden.

      Unglaublich, was so ein kleiner Bremshebel und ein Fremdkörper alles bewirken können...

      Gruß, Christian
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      Falsch gedacht.

      Gerade der kurze Hebel erzeugt so viel Kraft.

      Das komplette Bremsmoment bestehend aus dem Fahrgewicht und des kurzen Bremsweges
      wurde über den kurzen Hebel von Nabenmitte bis Reifenaussendurchmesser auf die Gabel übertragen.

      Frage bitte den Holger Hammel, was nun zu tun ist.....

      LG
      Peter
      Schaue doch mal nach ob an der Hinterseite der kleinen Gabel (Stirrup) irgendwelche Markierungen sind.

      Ich nehmen mittlerweile an das dein Vorderrad etwas von der Strasse aufgenommen
      (idealisiert ein klebriges Seil oder Gurt) und an der kleinen Gabel blockiert hat.
      Daher die verbogene Gabel.
      Wäre mit einem 26/28-zöller wahrscheinlich nicht passiert :-/.
      Na ja, dafür bekommt man keine am Lenker hängende Tasche in die Speichen....
      So - was lange währt, wird endlich gut.

      Nachdem diese Woche eine komplett neue Gabel für mein AM eingetroffen ist, habe ich Freitag alles wieder montiert und eben mal eine Mini-Runde gedreht.
      Was soll ich sagen? Es fährt sich fantastisch!

      Geradeauslauf perfekt, die Federung spricht wunderbar an und es ist auch die neue Bauform mit den dickeren Rohren und ohne die Konifizierung.

      Die nächste Ausfahrt kann kommen!
      Wo sind denn die Wuppertaler?

      Anbei ein paar Bilder.
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